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Auszug aus Adab-us-Salat - Die Disziplin im Gebet
- Imam Khomeini -
übersetzt von Maher el Ali

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort


Sicherlich gehörten zu den großartigsten Charaktereigenschaften von Imam Khomeini (r), dass er ein Gott bezogener und gläubiger Mann war - eine Charaktereigenschaft, welche ihre Basis in seiner religiösen Weltanschauung findet. Vom gnostischen Gesichtspunkt aus ist Allah, der Erhabene, der Herrscher über alle Himmel und die Erde und man verrichtet seine Aufgaben und verneigt seinen Kopf mit Respekt vor dem göttlichen Willen. Sie beten niemanden an außer Ihn und legen keinen Fuß auf einen anderen Weg außer auf Seinen, da diese Welt nur eine Übergangsstation ist, wohingegen der dauerhafte Aufenthalt der Diener in der Nähe Allahs dem Gepriesenen liegt. Man sät in dieser Welt, was man im Jenseits ernten wird. Daher sollte er das ausführen, was ihm obliegt und nicht eine Bahn einschlagen, die für ihn verboten ist, so dass er Erfolg haben könne.

Der Imam begann seine Lebensbahn mit solch einem Ausblick und wenn er aufstieg, so wurde er nur durch die Idee angetrieben, dass es seine Aufgabe war aufzusteigen und wenn er seine Anordnungen erließ den defensiven Krieg zu führen und standhaft zu sein, so erließ er dies, weil er daran glaubte, dass zu kämpfen und standhaft zu sein religiöse Pflichten waren.

Am Tag an dem er - zum Erstaunen vieler - erließ, dass Salman Rushdi hingerichtet werden müsse, war dies nur, weil es das Urteil des Islams gegen solch einen Abtrünnigen ist. Folglich haben die Denker dieser Welt und die erfahrenen Politiker eingestanden, dass Imam Khomeini mehr ein religiöser Führer als ein Politiker war und er mehr damit beschäftigt war Allahs Urteile durchzuführen, als das Führen auf der Basis von Politik.

Dieses Buch beinhaltet einen Teil der Blicke Imam Khomeinis in das Tal des theoretischen Gnostizismus. Es ist durch diesen frommen Mann seinem tüchtigen und gnostischen Sohn, Hujjatul Islam wal Muslimin, Hajj Sayyed Ahmad Khomeini gewidmet, sowie es auch seiner Tochter gewidmet ist.

Sayyed Hassan Khomeini

Einleitung


Wisse, dass es für das Salat (Gebet) neben dessen Art und Weise, auch eine Bedeutung gibt und außer dessen äußerliche (Bedeutung) hat es auch eine innerliche (Bedeutung); und da die äußerliche (Bedeutung) ihre Disziplin hat, würde Nachlässigkeit dazu führen, dass die äußerliche Form des Gebets ungültig oder unvollständig ist, genau so wie dessen innerliche (Bedeutung) aufrichtige, spirituelle Disziplinen hat, würde Nachlässigkeit dazu führen, dass das spirituelle Gebet ungültig oder unvollständig ist; wohingegen das Befolgen dieser (Dinge) das Gebet einen himmlischen Geist einhauchen würde.

Es kann möglich sein, dass nach dem (Gebet) Aufmerksamkeit geschenkt wurde und die aufrichtig innerlichen Disziplinen befolgt wurden, der Musalli (Betende) einen Anteil am göttlichen Geheimnis des Gebets "der Leute des Wissens und der Herzen" erhält - das Gebet, welches die Freude der Leute des Suluk (Reisende zu Allah)
[1] ist und die Wirklichkeit des Mi'raj (der Himmelfahrt) der Nähe zum Geliebten.[2]

Neben dem was gesagt über das innerliche Gebet und unsichtbare göttliche Bilder wurde und zusätzlich zu dessen Dasein in Übereinstimmung mit einer Art Beweis und den Beobachtungen der Leute des Suluk (Reisende zu Allah) und des Asketismus, gibt es viele Verse und Überlieferungen, im Allgemeinen und im Speziellen, welche das gleiche verzeichnen und wir werden diese Zeilen - so Gott will - mit einigen von ihnen (den Quranversen und Überlieferungen) segnen.

Unter ihnen ist der Ausspruch von Allah, dem Erhabenen: (Denkt) an den Tag, wo jeder vor sich versammelt finden wird, was er an Gutem getan und was er an Bösem getan. Wünschen wird er, dass ein großer Abstand wäre zwischen ihm und jenem (Bösen) (...)
(3:30)

Dieser heilige Vers sagt, dass jeder seine guten und schlechten Taten sehen wird und er wird deren unsichtbares innerliches Bild sehen. In einem anderen Vers sagt Er: (...) Und sie werden alles gegenwärtig finden, was sie getan; (...)
(18:49) Und: Wer auch nur eines Stäubchens Gewicht Gutes tut, der wird es dann schauen (99:7) Was bedeutet, dass die Seele all ihre Taten sehen wird.

Wenn wir die edlen Überlieferungen in dieser Sache betrachten, so sind es zu viele, um alle zu erwähnen. Von daher reicht es aus, wenn wir einige davon nennen. Unter ihnen, im Wasa'il, Imam as-Sadiq (ع) zitierend steht geschrieben: "Wer auch immer die Pflichtgebete zu Beginn ihrer Zeit verrichte und ihre Vorschriften befolgt hat, jene werden die Engel emporheben in den Himmel, rein und klar, und das Gebet wird zum Betenden rufen:
"Möge Allah dich wahren, genau so wie du mich gewahrt hast und mich einem großzügigen Engel anvertraut hast." Aber wer sie außerhalb ihrer Zeiten verrichtet hat, ohne Rechtfertigung und ihre Vorschriften nicht eingehalten hat, jene werden die Engel emporheben, schmutzig und düster, während das Gebet zum Betenden ruft: "Du hast mich verloren, so möge Allah dich verlieren lassen, und möge Er sich nicht um dich kümmern, genau so wie du dich nicht um mich gekümmert hast." [3]

Das bedeutet, dass das Gebet durch Allahs Engel in die Himmel empor erhoben wird, rein und klar, wenn es zu Beginn der Gebetszeit verrichtet wurde und deren Disziplinen eingehalten wurden. In diesem Fall legt es für den Betenden gute Fürsprache ein oder es erscheint schmutzig und düster, wenn es ohne Grund aufgeschoben wird und dessen Disziplinen missachtet wurden. In diesem Fall wird es (das Gebet) ihn verfluchen.

Diese Überlieferung sagt neben der Tatsache des himmlisch, unsichtbaren Abbildes aus, dass sie lebendig sind, wie durch Quranverse und Überlieferungen bewiesen. Allah der Erhabene sagt:
die Wohnstatt des Jenseits aber - das ist Leben fürwahr (29.64). Es gibt viele Überlieferungen, über die gleiche Angelegenheit, aber sie zu erwähnen würde das ganze zu sehr in die Länge ziehen.

Es wird über Imam Jafar as-Sadiq (ع) berichtet, dass er sagte: "Wenn ein gläubiger Diener in das Grab gebracht wird, so steht sein Gebet rechts von ihm und das Zakat links, seine Guten Taten stehen im Schatten über ihm und die Geduld steht daneben. Wenn die zwei Engel aufgrund der Befragung das Grab betreten, so spricht die Geduld zum Gebet, dem Zakat und den guten Taten:
"Ihr seid da, um eurem Freund zu helfen. Wenn ihr euch unfähig dazu fühlt, werde ich mit ihm sein."[4] Dieser edle Hadith wird im noblen Al-Kafi über zwei Wege berichtet. Sheikh as Saduq (r.) hat diesen Hadith in Thawabul A'mal zitiert. Es spricht klar über das unsichtbare Abbild von Barzakh und dessen Leben und dessen übliche Wahrnehmung. Die Überlieferungen über das himmlische Abbild des Qurans und des Gebets sind zahlreich.

Hinsichtlich dem was gesagt wurde, dass das Gebet und andere Arten des Gottesdienstes neben ihren äußerlichen Disziplinen auch innerliche Disziplinen besitzen, ohne die das Gebet unvollständig oder sogar nicht akzeptiert wird von Allah, so werden in den folgenden Seiten diese innerlichen Disziplinen - so Allah will - genannt.

Was man allerdings in dieser Stufe wissen sollte ist, dass um sich selbst mit der äußerlichen Form des Gebets zu erfüllen und damit dessen Segnungen und innere Perfektion nicht vorenthalten werden, welche ewige Freude oder vielmehr einen in die Nähe des Herrn der Macht bringt und einen zur Stufe der Begegnung mit dem uneingeschränkten Geliebten führt, welches das endgültige Ziel des frommen Menschen und die endgültige Hoffnung der Leute des Wissens ist, so ist dies eine der himmlischen Weltberichtigungen, und nach dem Verlassen dieser Welt und dem Eintreten in den Tag der Abrechnung, so wird der Grund vieler Leidwesen sein, dass unsere Seele außerstande war, um dies zu verstehen.

Solange wir mit den Schleiern dieser Welt eingehüllt sind und von der Beschaffenheit bedeckt leben, können wir kein Wissen über die andere Welt haben und es kann uns bei einem entfernten Feuer nicht wärmer werden. Welches Bedauern, welche Reue und welche Einbuße kann großartiger sein, als 40 oder 50 Jahren an Mühe um eine Sache zu erreichen, welche die Bedeutung von Perfektion und Freude darstellt, und die Lösung der Schmerzen von Mangel im Herzen, und es ist tatsächlich das Abbild der menschlichen Perfektion; wir können damit nicht spirituell begünstigt sein, und vielmehr zählt dies als eine Ursache der Trübung des Herzens und bringt dunkle Schleier, und was das Vergnügen des Propheten (ص) ist, bewirkt bei uns die Schwäche unserer Erkenntnis:
"O wehe mir, um dessentwillen, was ich gegenüber Allah versäumte!" (39:56)

Also mein Lieber, verstaue die Schürze der Sehnsucht, strecke die Hand der Bitte, ertrage jede Anstrengung und Beschwernis, damit sich deine Angelegenheiten verbessern und erlange die spirituellen Bedingungen des Gebets der Leute des Wissens und mache Gebrauch dieses göttlichen Gebräus (maj'un), welches mit vollständigem Verständnis des Propheten Muhammad (ص) aufbereitet ist, für den Willen der Besänftigung aller Schmerzen und Mängel der Seelen.

Solange es noch nicht zu spät ist, versuche das Lager abzureißen und verlasse diesen Kerker der Dunkelheit, Leidwesen und Gewissensbisse, diese tiefe Grube, welche weit entfernt ist von der heiligen Anwesenheit des Herrn, dem Höchsten. Löse dich und versuche die Himmelfahrt (mi'raj) und die Nähe zur Perfektion zu erreichen. Hüte dich! Wenn dieser Weg verloren geht, so werden andere Wege scheitern:
"Wenn es angenommen wurde, so werden andere Taten (auch) angenommen und wenn es abgelehnt wurde, so werden andere Taten (auch) abgelehnt."[5]

Wir sollten so sehr wie möglich und wie es nötig ist die inneren Disziplinen dieser spirituellen Suluk (Reise) erklären, so dass einer der Leute des Glaubens einen Anteil daran haben kann. Diese kann ebenso eine Ursache für die göttliche Barmherzigen sein und die unsichtbare Fürsorge gewährt mir Verzögerung, wenn ich im Wege der Freude und der Menschlichkeit bin und gefesselt bin im Gefängnis der Beschaffenheit und der Selbstsucht. Wahrlich Allah ist der Schutzherr von Großmut und Fürsorge.

Disziplinen, die das Herz betreffen


Eine der Herz bezogenen Disziplinen des Gottesdienstes und der spirituellen Aufgaben eines Reisenden auf dem Weg zum Jenseits ist das Zollen von Aufmerksamkeit auf die Macht des Herrn und der Ergebenheit zu Dessen Dienste. Es ist eine der wichtigsten Stufen des Salik (Reisenden).

Die Stärke des Suluk (Reise) jedes einzelnen steht im Verhältnis zu seiner Aufmerksamkeit oder vielmehr die Perfektion der imperfekten Menschheit steht in Verbindung zur Perfektion oder Imperfektion dieser Angelegenheit. Je mehr man überwältigt ist von Egoismus, Egotismus, Einbildung und Selbstsucht, desto weiter entfernt wird er von der menschlichen Perfektion und von der Nähe der Anwesenheit Allahs.

Die Schleier der Einbildung und des Egoismus' sind dicker und dunkler als alle anderen Schleier. Diesen Schleier zu beseitigen ist schwieriger als alle anderen Schleier und das Beseitigen davon gilt vorbereitend auf die Beseitigung der anderen Schleier. Tatsächlich ist das Entfernen dieses Schleiers der Hauptschlüssel für das Unsichtbare, das Sichtbare und die großartige Tür des Begehrens der perfekten Spiritualität. Solange man seine eigenen Augen auf sein eigenes Ich richtet, auf seine eingebildete Schönheit und Perfektion, so wird er verschleiert und verworfen von der absoluten Schönheit und der reinen Perfektion.

Die erste Bedingung für die Reise zu Allah ist dieses Haus zu verlassen. Eigentlich ist es der Maßstab für den Kampf zwischen richtig und falsch. Das heißt jeder Salik (Reisende) der mit den Füßen des Egoismus und Egotismus läuft und eingewickelt wird in die Schleier des Egoismus, dessen Dulden würde erfolglos sein und seine Reise würde nicht zu Allah sein, es würde eher eine Reise zu seinem Ich sein. Allah der Erhabene sagt:
"Und wer sein Haus verlässt und auswandert auf Allahs und Seines Gesandten Weg und dabei vom Tode ereilt wird, dessen Lohn obliegt sodann Allah" (4:100)

Die äußerliche Wanderung oder die Art der Wanderung ist die körperliche Wanderung vom normalen Haus zur Kaaba oder zu den Schreinen der Auserwählten (Awliya', Ahlulbayt), allerdings die spirituelle Wanderung entspricht dem Verlassen des Hauses der Seele und des Hauses dieses Welt zu Allah und seinem Gesandten. Das Wandern zum Gesandten und den Auserwählten (Awliya', Ahlulbayt) ist ebenfalls das Wandern zu Allah (swt).

Solange die eigene Seele zum Selbst und zu Egoismus neigt, ist sie nicht auf der Reise. Und solange es  in den Augen des Salik's (Reisenden) Hinterlassenschaften des eigenen Ich's gibt und solange die Wände seiner eigenen Stadt und der Adhan, welcher Egoismus verlautet noch nicht verschwunden sind, so wird er zu der Zeit weder als ein Reisender noch als ein Wanderer angesehen.

Es wird in Misbahush-shari'ah von Imam as-Sadiq (ع) überliefert, dass er sagte:
"Knechtschaft ist ein Juwel, dessen Inneres Herrschaft ist. Was immer an Knechtschaft verloren geht, kann man in der Herrschaft finden und was auch immer vor der Herrschaft verborgen ist, lässt sich durch die Knechtschaft erreichen." [6] Jemand, der mit dem Fuß der Knechtschaft reist und seine Stirn mit dem Merkmal der Bescheidenheit der Knechtschaft kennzeichnet, wird die Herrlichkeit Seiner Herrschaft erreichen.

Der Weg des Erlangens der Tatsachen der Herrschaft ist eine Reise entlang der Fußstapfen der Knechtschaft und das, was der Knechtschaft aufgrund von Egoismus und Selbstgefälligkeit verloren gegangen ist, kann unter dem Schatten der Schirmherrschaft wiedererlangt werden, bis eine Stufe erreicht wird, in welche der Haqq (also Allah), der hoch Erhabene, seine Ohren (Hören), seine Augen (Sehen), Hände und Beine wird, wie es im gesunden und bekannten Hadith geschrieben steht, welche von beiden Gruppen akzeptiert wird.
[7]

Wenn der Reisende (Salik) seine Verhaltensweisen aufgibt und das Reich seiner Existenz Allah fügt, indem er das Haus seinem Besitzer (Allah) überlässt und in die Herrlichkeit Seiner Herrschaft untergeht, dann wird der Besitzer des Hauses die Angelegenheiten selber regeln. Folglich werden seine Verhaltensweisen göttlich sein und seine Augen werden göttlich und er wird mit Haqqs (Allahs) Augen schauen; seine Ohren werden göttlich und er wird mit Haqqs (Allahs) Ohren hören.

Je mehr die Herrschaft der Seele vervollkommnt und je mehr ihre Herrlichkeit gepflegt wird, desto mehr wird im gleichen Verhältnis die Herrlichkeit der (göttlichen) Herrschaft (im Reich des Reisenden Existenz) abnehmen und unvollkommen werden, weil diese beiden Angesicht zu Angesicht stehen werden:
Diese Welt und die nächste sind wie die zwei Frauen eines Mannes." [8] Demnach muss der Reisende zu Allah den Status seiner Bescheidenheit erkennen und die Bescheidenheit der Knechtschaft und die Herrlichkeit der Herrschaft immer seinen Augen vorführen. Je stärker dieser Gesichtspunkt, desto spiritueller ist sein Gottesdienst (Verehrung) und stärker der Geist seines Gottesdienstes. Wenn er mit Hilfe Allahs und der Auserwählten (Ahl-ul-Bayt), die Wahrheit der Knechtschaft und ihr Herz(stück) erlangt, wird er einen (flüchtigen) Blick in das Geheimnis der Verehrung bzw. des Gottesdienstes erhaschen.

In allen gottesdienstlichen Handlungen, vor allem im Gebet, welche eine Stellung der Reichhaltigkeit (Vollständigkeit) hat und unter den gottesdienstlichen Handlungen, wie der Fehlerlose und der schönste Name (Allahs) oder eher der aller schönsten Name ist; diese beiden Stellungen, d.h. die Stellung der Herrlichkeit der Herrschaft, welche eine Tatsache ist, und die Stellung der Bescheidenheit der Knechtschaft, mit welchem es einhergeht, sind verborgen. Unter den empfohlenen Handlungen hat der Qunut und unter den verpflichtenden Handlungen der Sujud Besonderheiten, auf die wir uns - so Gott will - später beziehen.

Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die völlige Dienerschaft die höchste Stufe der Vollkommenheit und den erhabensten Rang der Menschlichkeit darstellt, an welcher niemand Anteil hat, außer das vollkommenste Geschöpf Allahs, Muhammad (ص), gefolgt von den fehlerlosen Waliys. Die anderen hinken in der Dienerschaft nach und ihr Gottesdienst und ihre Knechtschaft sind mit Ursachen bekleidet. Nur mit den Stufen (Schritten) der Knechtschaft kann man die wahre und absolute Mi'raj erreichen. Deswegen sagt der edle Vers folgendes:
„Gepriesen sei Der, Der bei Nacht Seinen Diener von der heiligen Moschee zu der fernen Moschee, deren Umgebung Wir gesegnet haben, hinführte" (17:1)

Es war die Stufe der Dienerschaft und die Anziehung Seiner Herrschaft, welche diese heilige Person auf die Himmelsfahrt der Nähe und Einigkeit trug. Bei der Bezeugung im Gebet, welche eine Rückkehr der absoluten Entwerdung ist, die bei der Niederwerfung erreicht wurde, gibt es wieder einen Ansatz zur Knechtschaft bevor man seine Aufmerksamkeit auf die Gesandtschaft richtet. Es kann ebenfalls ein Bezug zu der Stellung der Gesandtschaft sein, als ein Ergebnis des Wesens der Knechtschaft. Das ist eine langwierige (ausführliche) Angelegenheit, welche den Rahmen dieses Vortrags (Papiers) sprengen würde.

Die Ebenen der Stufen der Leute des Suluk (Reisenden)


Wisse, dass es für die Leute des Suluk in dieser Ebene (d.h. beim Zollen von Aufmerksamkeit auf die Demut der Knechtschaft und der Herrlichkeit Seiner Herrschaft) und anderen Ebenen, es unzählige Ebenen und Stufen gibt, wobei wir nur einige nennen werden, da umfassend all ihre Aspekte zu kennen und alle Ebenen aufzuzählen außerhalb der Fähigkeit eines menschlichen Wesens liegt: „Die Wege zu Allah sind so zahlreich, wie die Atemzüge der Geschöpfe."[9]

Eine dieser Ebenen ist die Ebene des Wissens ['ilm], welche so ist, dass sie durch wissenschaftliche Führung [suluk] und philosophische Behauptungen, die Demut der Knechtschaft und die Herrlichkeit (Seiner) Herrschaft belegt. Das ist eine reine Art von Wissen, da in den hohen Wissenschaften und der obersten Philosophie deutlich belegt wird, dass das gesamte Haus der Erkenntnis [dar-i tahaqquq] und der komplette Kreis der Existenz bloß Erzählungen sind und nichts als Mangel. Die Herrlichkeit, das Königreich und die Herrschaft gehören zu Seinem heiligen Essenz der Majestät.

Niemand kann irgendeinen Anteil an Herrlichkeit und Majestät haben, solange die Demut der Knechtschaft und der Armut auf der Stirn von jedem eingraviert steht, und beheimatet ist im innersten Teil der Wahrheit. Die Wahrheit der Erkenntnis und der Sicht [shuhud] und das Ergebnis von Leid und Suluk, liegen ihm Beseitigen des Schleiers des Gesichts vor der Wahrheit, und dem Kritisieren der Demut der Knechtschaft und dem Ursprung der Armut und der Niedrigkeit in einem selbst und in allen Geschöpfen.

Das Bittgebet, welches dem Propheten des Islams (ص) zugesprochen wird lautet:
„O Allah! Zeig mir die Dinge, so wie sie sind!" [10] könnte einen Bezug zu dieser Ebene haben, d.h. der Wunsch die Demut der Knechtschaft zu sehen, welche das Kritisieren der Herrlichkeit der Herrschaft benötigt.

Daher, wenn der Salik auf dem Wege der Wahrheit, der Reisende auf dem Wege der Knechtschaft, diese Distanz mit den Schritten des wissenschaftlichen Suluk und dem Berg des intellektuellen Vorgehens bedeckt, so wird er in die Schleier des Wissens fallen und die erste Ebene der Demut erlangen. Jedoch dieser Schleier ist ein dicker, so wie es heißt:
„Wissen ist der größte Schleier."

Der
salik sollte nicht hinter diesem Schleier bleiben. Er sollte ihn zerreißen, denn wenn er zufrieden mit dieser Stufe ist und sein Herz davon gefesselt bleibt, fällt er in istidraj. Istidraj in dieser Ebene bedeutet beschäftigt zu sein mit den verschiedenen nebensächlichen Bereichen des Wissens, dem Darbieten vieler Argumente, welche seine intellektuelle Erreichbarkeit rechtfertigt in diesem Bereich, und dem sich Vorenthalten von den anderen Ebenen, da sein Herz nur an diese Ebene gebunden ist, das Vernachlässigen des gewollten Ergebnisses, welche die Aufhebung bei Allah erzielt. Er würde daher sein Leben mit dem Schleier des Argumentes [burhan] und dessen Bereiche verbringen.

Daher sollte der
salik in dieser Stufe nicht irregeführt werden vom Teufel, sich absondernd von der Wahrheit und der Realität und seine Reise stoppend auf dem Weg zum Ziel, um ein großer Gelehrter, ein sehr gelehrter Mensch und ein Mann mit starker Meinung zu werden. Er muss es einrichten, zügig zu arbeiten, das Streben nach wirklichem Bedarf ernst zu nehmen und sich selbst auf die nächste Stufe zu bringen, welche die zweite ist. Diese zweite ist eine solche Stufe, in der er schreibt, dass (sein) Verstand durch unwiderlegbare Beweise und wissenschaftliches Verhalten begriffen hat, mit der Feder des Geistes auf die Tafel des Herzens, um die Wahrheit der Demut und der Dienerschaft und die Herrlichkeit der Herrschaft zum Herzen und frei von seiner Selbst von den Ketten und den Schleiern des Wissens zu übertragen. Wir werden uns sogleich auf diese Stufe beziehen, so Gott will. Demzufolge ist das Ergebnis der zweiten Stufe der Erwerb des Glaubens an Tatsachen.

Die dritte Stufe ist die Stufe der "Ruhe und Stille der Seele", welche in der Tat die perfekte Stufe des Glaubens ist. Allah, der Erhabene, sprach zu seinem "Freund" [
Khalil = Ibrahim]: "Hast du [noch] nicht geglaubt?", und er erwiderte: "Ich habe geglaubt, doch nur, um ein ruhiges Herz zu haben." (2:260) Ein Bezug zu dieser Stufe wird später folgen.

Die vierte Stufe ist die Stufe der "Vision" [mushahadah], welche ein göttliches Licht und eine göttliche Offenbarung ist als Folge der Offenbarungen der Namen und der Eigenschaften, die im Geheimen dem salik erscheinen und sein ganzes Herz mit dem seherischen Licht erleuchten. Diese Stufe umfasst viele Grade, die außerhalb der Kapazität dieser Seiten reichen. Ein Beispiel auf dieser Stufe über den Effekt der Nafilahs: (Ich würde sein Hörvermögen, sein Blick und seine Hand sein) [26a] wird erscheinen, und der salik wird sich selbst ertränkt im grenzenlosen Ozean sehen, hinter dem ein weiterer sehr tiefer Ozean ist, in welchem die Geheimnisse des "Schicksals" teilweise enthüllt sind. Jede einzelne dieser Stufen hat eine spezielle istidraj (mit anderem beschäftigt zu sein als mit dem Haqq), durch die der salik starker Zerstörung ausgesetzt ist [halakat]. So wird er sich in allen Stufen von dem Egoismus und der Selbstbezogenheit befreien. Er sollte weder eingebildet, noch egoistisch sein, die beide die Quellen des meisten Übels sind, besonders für den salik. Wir werden jedoch in Kürze einen weiteren Bezug zu diesem Thema herstellen, so Gott will.

Ebenen der Stufen der Leute des Suluk (Reisenden)


Eine der Dinge, welche wichtig für den Salik in all seinen Gottesdiensten ist, speziell (aber) im Gebet, welche an der Spitze aller Gottesdienste liegt und eine Stufe des Umfangs (jami'iyat) einnimmt, ist die Demut (Chushu'). Es ist tatsächlich eine vollständige Unterwerfung (Chudu'), vermischt mit Liebe oder Furcht. Es ist das Ergebnis des Verstehens der Großartigkeit, der Macht und der Majestät der Schönheit und Herrlichkeit. Die Einzelheit dieser Allgemeingültigkeit ist, dass das Herz der Leute des Suluk, verschieden, gemäß ihrer Art und Natur, sind: Manche der Herzen sind sinnlich und von der Erscheinungsform der Schönheit (jamal) und werden von ihrer Natur getrieben, sie werden gezogen von der Liebe des Geliebten. Wenn sie im Suluk den Schatten der Schönheit verstehen, oder den Ausgangspunkt der Schönheit bezeugen, so begegnet ihnen die Großartigkeit, welche in den Geheimnissen der Schönheiten versteckt ist und es entzückt sie, da es in jeder Schönheit eine versteckte Herrlichkeit gibt und bei jeder Herrlichkeit gibt es eine versteckte Schönheit. Es gibt vermutlich eine Anspielung auf diesen Punkt, in den Aussprüchen des Vormunds der Gnostiker und Saliks, Amir ul-Mumineen (ع), wo er sagt: "Gepriesen sei der Eine, Dessen Mitgefühl gewaltig ist für Seine Freunde, trotz Seiner heftigen Rache und Dessen Rache heftig ist für Seine Feinde, trotz Seinem gewaltigen Mitgefühl."[11]

Demzufolge umfasst die Majestät, Großartigkeit und Macht der Schönheit und sie gelangen in einen Zustand der Demut (Chushu'), aufgrund der Schönheit des Geliebten. Dieser Zustand führt zu Beginn zu Aufregung im Herzen und erzeugt ein Angstgefühl. Dann, nach der Festigung (Tamkin), wandelt es sich in einen Zustand der Vertrautheit, und die Beunruhigung und das Angstgefühl, verursacht durch die Größe und Macht, wandeln sich in Vertrautheit und Frieden, und dort entsteht ein Zustand der Ruhe, wie der Zustand des Herzens von Khalilur-Rahman (Ibrahim (ع)).

Einige andere Herzen haben Furcht und sie sind von den Erscheinungsformen der Herrlichkeit (jalal). Sie sind in einem fortwährenden Verständnis der Größe, Erhabenheit und Herrlichkeit. Ihre Unterwerfung ist aufgrund von Furcht und die majestätischen Namen sind in ihren Herzen offenkundig, wie die Stufe des Propheten Yahya (ع). Das heißt, Unterwerfung ist manchmal vermischt mit Liebe und manchmal mit Furcht und Schrecken, jedoch in jeder Liebe steckt Furcht und in jeder Furcht ist Liebe.

Die Stufen der Unterwerfung sind (je nach dem) entsprechend dem Verständnis der Größe, Majestät und Schönheit. Nun, was wir uns in unserem Falle von dem Licht der Sehkraft vorenthalten, müssen wir durch Hingebung der Unterwerfung durch die Mittel des Wissens und des Glaubens (iman) erlangen. Allah, der Erhabene sagt: Erfolg fürwahr krönt die Gläubigen, die sich demütigen in ihren Gebeten
(23:1,2)

Demut im Gebet wird als ein Zeichen des Glaubens (iman) erachtet. Das heißt jeder, der in seinem Gebet nicht demütig ist, der wird gemäß Allahs Aussprüchen von den Leuten des Glaubens (Ahl-i Iman) ausgeschlossen. Unsere Gebete, die nicht begleitet sind von Demut sind der Grund eines Mangels an Glaube oder enthaltenden Lücken (darin). Eine Überzeugung (i'tiqad) und Wissen sind anders als Glaube, (und) unser Wissen über Allah, Seine Namen und Eigenschaften und anderem göttlichen Wissen (ma'arij) sind anders als Glaube. Der Teufel hat gemäß der Aussage Allahs Informationen über den Anfang und die Auferstehung, trotzdem ist er ein Ungläubiger. Er sagte: Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber erschufst Du aus Lehm! (7:
12)

So glaubt er an Allah und daran, dass Er der Schöpfer ist; und er sagt:
"Gewähre mir Aufschub, bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.." Das heißt, er glaubt auch an den Tag der Auferstehung. Er weiß bescheid über die Bücher, die Gesandten und die Engel. Trotzdem bezeichnet Allah (swt) ihn als einen Ungläubigen, ausgeschlossen von der Gruppe der Gläubigen (Mu'mineen).

Das heißt, die Leute des Wissens unterscheiden sich von denen des Glaubens. Nicht jeder Mann des Wissens ist auch ein Mann des Glaubens. Daher muss man, nach dem man sich Wissen angeeignet hat, sich an die Gläubigen anschließen und die Großartigkeit, Majestät und Schönheit Allahs, dem Erhabenen an sein Herz übermitteln, so dass es demütig werden kann da reines Wissen nicht zur Demut führt.

Man kann dies in sich selbst realisieren: obwohl man an den Anfang und den Tag der Auferstehung glaubt, und in Allahs Majestät und Herrlichkeit, so ist das Herz trotzdem nicht demütig. Wie Allah (swt) sagt: Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, dass ihre Herzen sich demütigen vor der Ermahnung Allahs und vor der Wahrheit, die herabkam (...) (
57:16)

Es kann sein, dass der äußerliche Glaube in das, was der Prophet (ص) offenbarte, hier gemeint ist, da der wahre Glaube von einem Grad an Demut begleitet ist; oder die (genannte) Demut in den edlen Versen bezieht sich auf eine Demut, in ihrem vollständigem Grad, wie manchmal das Wort "alim" (gelehrt) auf den bezogen wird, dessen Wissen die Stufe des Glaubens erreicht hat. Es kann sein, dass es sich darauf im edlen Vers bezieht: Nur die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah (
35:28) In den Ausdrücken des Buches (Quran) und der Sunnah, beziehen sich Wissen, Glaube und Islam auf verschiedene Grade, wobei die Erklärung dafür den Rahmen dieser Seiten sprengen würden.

Allgemein gesagt, muss der salik auf dem Weg ins Jenseits ist - speziell, wenn es mit der Himmelfahrt des Gebets ist - durch das Licht des Wissens und des Glaubens sein Herz demütig machen, so wie er - so sehr er kann - dieses göttliche Geschenk und den wohltätigen Schimmer in seinem Herzen stärken muss, so muss er versuchen diesen Zustand während dem ganzen Gebet beizubehalten. Dieser Zustand der Festigung und Beständigkeit möge zu Beginn ein wenig schwierig sein für Leute wie uns, jedoch wird es durch Übung und Anwendung auf das Herz möglich.

Mein Lieber: Perfektion und die Vorsorge für das Jenseits zu erlangen, benötigt die Bitte und Ernsthaftigkeit, und je größer die Bitte, desto seriöser ist es. Allerdings mit solch einem Zustand der Schwäche, Lässigkeit und Achtlosigkeit kann man nicht die göttliche Nähe und eine hohe Stellung bei Allah (swt) erreichen. Man muss ausziehen, um das zu erreichen, was man möchte.

Da du an das Jenseits glaubst, wirst du keine Möglichkeit des Vergleichs zwischen dieser und jener Welt finden, was seine Freude und Perfektion, oder Leiden und Elend angeht, da jene Welt ewig ist, ohne Tod und Untergang, wo man glücklich in Behaglichkeit und Erhabenheit und dauerhaftem Glück lebt. Einer Behaglichkeit, wie sie es in dieser Welt nicht gibt, eine göttliche Herrlichkeit und Herrschaft, deren gleichen in dieser Welt nicht zu finden ist, und eine Glückseligkeit, welche in keiner Vorstellung zu finden ist und genau so ist es mit dem Leid dieser Welt, dessen Schmerz, Qual und Übel, (auch sie) können in dieser Welt nicht deren gleichen finden. Du solltest wissen, dass der Weg zur Glückseligkeit durch das Gehorchen Allahs, dem Herrn der Macht verläuft.

Keine der Handlungen des Gottesdienstes und des Gehorsams können die gleiche Stellung haben, wie die des Gebets, welches ein umfangreiches (jami) göttliches Gemenge (ma'jun) was zur Glückseligkeit der Menschheit führt. Wenn es angenommen wird, so werden alle andere Taten auch angenommen.

Das heißt, du musst seriös sein bei dieser Tat (dem Gebet), dich niemals müde fühlen und jede Anstrengung ertragen, die vorhanden sein könnte, jedoch wird es keine geben. Wenn du dies für eine Weile fortgesetzt hast und aufrichtig vertraut damit bist, so wirst du in dieser Welt sehr viel Freude haben, durch das Gespräch mit Allah - eine Freude, die mit keinen der weltlichen Vergnügen verglichen werden kann. Das wird ersichtlich, wenn wir die Aussagen derjenigen studieren, die Allah (swt) anbeten.

Im Allgemeinen, um unsere Erörterung zusammen zu fassen in diesem Kapitel, können wir sagen, dass man mit seinem Herzen die Großartigkeit und Schönheit und Majestät Allahs verstehen muss, entweder durch Mittel der Argumente und Beweise, oder durch Erklärungen der Propheten (ع), und man muss sein Herz daran erinnern, und dann durch schrittweise Erinnerung, aufrichtiger Aufmerksamkeit und kontinuierlichem Gedanken an Allahs Großartigkeit und Majestät, die Stufe der Demut in sein Herz führen, um das erforderliche Ergebnis zu erzielen.

Zu jeder Zeit, darf der Salik sich nicht mit seiner jetzigen Stufe zufrieden geben, da jede Stufe die wir erreichen, keinen Cent wert ist in den Läden der Leute des Wissens, noch ist es ein Senfkorn wert in den Läden der Leute der Herzen. Der Salik muss sich in allen Situationen Gedanken über seine eigenen Fehler und Mängel machen, so dass er dadurch einen Weg zur Glückseligkeit finden kann. Und gepriesen sei Allah.

_________________________________
[1] Es steht in einer Überlieferung geschrieben, dass der Prophet (ص) sagte:
"Meine Freude liegt im Gebet." Furu' ul Kafi, Band 5, Seite 321, "Book of Marriage", Kapitel über "Loving Women", hadith Nr.7.
[2] Der Prophet (ص) sagte in einer Überlieferung:
"Das Gebet ist die Himmelfahrt der Gläubigen."
[3]
Wasail ush-Shi'ah, Band. 3, Seite 90. Kitabus-Salat, Kapitel über "Times" ch. 3, hadith, 17.
[4]
'Usul ul Kafi, Band. 3, Seite 143, "Book of Belief and Disbelief', Kapitel über "Forbearance", hadith, 8. Thawabul A'mal, Seite 203. Thawabul-Salat waz-Zakat wal-Birr was-Sabr, hadith, 1.
[5]
Falahus Sa'il, Seite 127 Band. 1. "The Merit of the Salat", Kapitel 30, hadith
5.
[6]
Misbahush-Shari'ah, "On the Reality of Servitude", ch. 100.
[7] Hadith Qudsi:
"Mein Diener nähert sich Mir durch freiwillige Verehrung bis Ich ihn liebe. Und wenn Ich ihn liebe, bin ich das Auge, durch das er sieht, und das Ohr durch das er hört. Nähert er sich mir eine Spanne, so komme ich ihm eine Elle entgegen. Und wenn er gehend kommt, so komme ich gelaufen!"
[8]'
Awaliyul-La'ali, vol. 1, p. 277, and vol. 4, p. 115. Nahjul Balaghah,
edited by Faydul Islam, maxim, No.100
[9]
Jami'ul-Asrar Wa Manba'ul Anwar, by Sayyid Haydar Amuli, pp. 8, 95 and 121. Also in the Lahiji's Commentary on Gulshan-i Raz, p. 153, Naqdun-Nusus, p. 185, Minhajut-Tallibin, p. 221, and Al-Usul ul 'Asharah, p, 31.
[10] '
Awaliyul-La'lli, vol. 4, p. 132, says: "Oh Allah, show us the facts as they are". Commenting on the same, quoting at-Tafsirul Kabir ar-Razi, vol. 6, p. 26, and in Mirsadul 'Ibad, p. 309, it is stated as follows: "Show us the things as they are."
by al-Fakhr


Quellen: http://www.al-islam.org/adab/

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